Content Marketing in der Praxis – Teil 1

Content Marketing – wie es geht und wie Sie es für sich nutzen können.

Content Marketing ist das Buzzword des Jahres, der Marketing Hype, das goldene Kalb, um das alle herumtanzen. Nur weiß man nicht wirklich, wie Content Marketing geht. Wie man es anpackt. Wie es man es plant. Wie man es operativ umsetzt. Welche Kanäle geeignet sind.

Wir von southwalk marketingberatung halten Content Marketing für das ideale Tool, um kundenorientiertes Marketing in die Wirklichkeit umzusetzen. Es zwingt Auftraggeber und Agentur dazu, sich mit ihrem Produkt/ihrer Dienstleistung aus Kundensicht auseinanderzusetzen und Nutzenargumente jenseits der üblichen Benefits zu finden.

Warum?

Ganz einfach. Ansonsten wird die Zielgruppe nicht erreicht, der ganze Aufwand ist umsonst. Die Zielgruppe verfährt nach dem Motto: „Nur was interessiert, wird konsumiert.“ Je mehr die Kundensicht in die Marketingarbeit einfließt, umso größer sind die Erfolgsaussichten.

Best Practice

Ein tolles Beispiel, wie es geht, zeigt die Firma Dell mit der Kampagne „Neulich in der IT“ (Video siehe oben). Die Dell-Kampagne wurde von der auf Branded Content spezialisierten Division Mediacom Beyond Advertising entwickelt und produziert. Unter dem Motto „Das Leben in der IT ist schon hart genug. Take IT easy. Mit Dell“ richtet sich die Kampagne direkt an die Anwender und ihre alltäglichen Herausforderungen mit nervigen Usern. „Statt wie üblich auf die IT-Entscheider zu setzen, sprechen wir hier bewusst die operative Ebene an – die IT-Administratoren“, erklärt Paul Remitz, CEO Mediacom Deutschland. Die IT-Helden wurden mit einem humorvollen Tumblr-Auftritt und einer 16-teiligen Sitcom auf YouTube und Facebook zum Mitmachen animiert. Mit Erfolg: Die Sitcom „Neulich in der IT“ erzielte mehr als 1,5 Millionen Video Views – die Hälfte davon über Owned Media.

Wie geht das?

10 Tipps für Ihre eigene Content-Marketing-Strategie:

1) Heben Sie sich mit Ihren Worten ab.

In der onlinebasierten sozialen Welt sind alle Autoren – denn alle schreiben. So hat es Ann Handley ausgedrückt. Wie also hebt man sich von der Menge an Worten ab? Man tut es durch die Qualität des Inhalts. Der „Autor“ muss sich daher anstrengen und den Fokus auf den Inhalt richten, der entweder Interesse weckt oder die Werte der Fokusgruppe anspricht. Das gilt für alle – vom Geschäftsführer bis zum Marketingleiter, Vertriebsleiter, IT-Chef und Kundendienstmitarbeiter. Alle erzählen sie der Welt, wer sie sind, und was sie für den Empfänger und den Markt tun können. Unsere Worte – Ihre Worte – müssen ihr Geld „wert sein“, wenn Sie im Internet Erfolg haben wollen.

2) Sprechen Sie die Sprache Ihrer Kunden.

Der Fokus der Kommunikation im Internet richtet sich immer mehr darauf, Inhalte in der Sprache zu schaffen, die die spezifische Zielgruppe spricht. Es geht also nicht mehr nur darum, qualitativen Inhalt in einer Sprache zu erzeugen. Es geht in hohem Maße darum, den Inhalt zielgerichtet an die verschiedenen örtlichen Märkte anzupassen – sprachlich ebenso wie kulturell. Wenn Sie im Internet Erfolg haben wollen, benötigen Sie daher eine Strategie und ein Verfahren, um gute örtliche Kampagnen durchzuführen.

3) Erschaffen Sie Geschichten, die andere teilen – oder lassen Sie sie selbst berichten.

Der Anthropologe Bob Deutsch, der für Fast Company schreibt, meint, dass die am häufigsten gestellte Frage in den sozialen Netzwerken lautet: „Ja, und?“. Denn dort möchte jeder eine eigene Marke darstellen, diese präsentieren und möchte, dass er „gefällt“, man ihn sieht, ihm folgt und ihn nachahmt. Es geht eigentlich nur um die Selbstdarstellung – für die Firmen ebenso wie für Einzelpersonen. Die Marke muss daher im Vordergrund stehen und Teil der eigenen Geschichte des Nutzers werden. Beziehen Sie die Nutzer ein, erschaffen Sie Inhalte, die gern geteilt werden und über die gesprochen wird. Oder noch besser – lassen Sie sie die Geschichten erzählen, die Sie brauchen.

4) Die Geschichte muss drei Dinge haben: Zweck, Zweck und Zweck.

Das Geschichtenerzählen war jahrelang der direkte Weg zu den Geldbeuteln der Verbraucher. Viele Jahre lang haben wir uns darauf konzentriert, eine Geschichte mit dem Produkt zu verknüpfen, durch die es sich von dem der Mitbewerber unterschied und für den Käufer einen direkten „Signalwert“ hatte. Das reicht nicht mehr. Das Geschichtenerzählen ist nicht genug. Heute muss die Geschichte größer sein und etwas in uns ansprechen. Die Forderung der Verbraucher lautet, dass eine Marke einen Zweck anbietet, der über den konkreten Wert des Produkts hinausgeht. Wir beschäftigen uns als Verbraucher mehr damit, wofür eine Marke steht, wer dahinter steht und wie die Geschichte zu unserer eigenen passt und in Bezug auf das Leben, das wir anstreben, einen Sinn ergibt.

5) Üben Sie sich in Empathie.

Der Weg zum Erfolg in den sozialen Netzwerken hat mehrere Schlüsselwörter. Eines davon lautet Empathie. Ein wichtiges Schlüsselwort. Denken Sie daran, wenn Sie Kommunikation schaffen? Es ist wichtig, denn der Nutzer steht im Mittelpunkt – zumindest sollte er das. Es geht um seine Bedürfnisse, Wünsche und Träume. Um den Nutzer anzusprechen, müssen Sie relevant, bescheiden, begabt sein und dazu beitragen, das Leben schöner zu machen. Bedenken Sie auch, dass wir es gewohnt sind, in den sozialen Netzwerken unterwegs zu sein und sofort merken, wenn Sie versuchen, etwas zu verkaufen. Und denken Sie daran – heutzutage teilen wir unsere Ansichten gnadenlos mit Kollegen, Freunden und den Freunden der Freunde.

Teil 2 folgt in Kürze

Posted on 1. Juni 2017 in Allgemein, Branding, Kundenorientierung, Marketing, Onlinemarketing

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